
Cranialetics Ausbildung
Im Folgenden geben wir dir einen kurzen Überblick darüber, was dich in unserer Ausbildung erwartet und wie sie aufgebaut ist.
Unsere Ausbildung umfasst drei Module: Ortung, Kommunikation und Interozeption.
In der Neurowissenschaft wird die Funktionsweise des Gehirns häufig über das Input-Integrations-Output-Modell beschrieben. Konkret bedeutet das, Sinneswahrnehmungen gelangen über Nervenbahnen ins zentrale Nervensystem (Input), werden dort verarbeitet (Integration) und führen zu einer Handlung (Output). Genau diese Prozesse stehen im Mittelpunkt unserer Ausbildung.
Modul 1
ORTUNG – DIE MENSCHLICHE
WAHRNEHMUNG VON ANFANG AN
Dieses Modul behandelt die Entstehung von Sinneswahrnehmung und den direkten Transfer dieses Wissens in die Praxis – für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior:innen. Im Fokus stehen die Sinnesrezeptoren des Körpers, gegliedert in:
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Chemosensorik:
Geschmack, Geruch, Atmung
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Mechanosensorik:
Fühlen, Bewegung,
Gleichgewicht, Hören -
Photorezeption:
Fokus auf die Augen und
exterozeptive Prozesse
In drei Kurstagen lernst du eine Bottom-up-Aktivierungsvariante nach dem Cranialetics-Konzept kennen, die das vegetative Nervensystem schützend aktiviert, ohne zu überfordern. So wird die Aufnahme von Sinneseindrücken nachhaltiger, sicherer und effektiver.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Arbeit mit dem visuellen System – mit dem Ziel, es gezielt zu entlasten, die Augengesundheit zu unterstützen und den visuellen Anteil im Bewegungslernen sinnvoll zu nutzen.
Fachlich ist das Modul besonders in der Neuroembryologie verankert.
Modul 2
KOMMUNIKATION –
DIE MENSCHLICHE REAKTION IN
ALL IHREN FACETTEN
Dieses Modul fokussiert den Output: Wie kommuniziert das Gehirn mit seiner Innen- und Außenwelt – und wie können wir diese Reaktionen durch gezielten Input verbessern?
Im Mittelpunkt stehen Sprache, Körperhaltung, Mimik, Gestik und autonome Reaktionen.
Dabei gilt: Der Körper kommuniziert immer – auch das Ausbleiben sichtbarer Kommunikation ist ein relevantes Signal zum Status quo. In der praktischen Anwendung lernst du unter anderem, wie unterdrückte Emotionen funktionelle Dysbalancen (z. B. im Kleinhirn) begünstigen können und welche neurozentrierten Ansätze in Therapie und Training sinnvoll sind. Ebenso wird deutlich, wie
Mimik die eigene emotionale Wahrnehmung und die Wahrnehmung anderer mitprägt.
Fachlich stützt sich dieses Modul besonders auf Neurolinguistik und soziale Neurowissenschaften und überträgt die Inhalte auf konkrete Situationen – etwa bei Schmerzen oder technischen Fehlerbildern im Sport.
Modul 3
INTEROZEPTION UND HOMÖOSTASE
– DIE MENSCHLICHE SELBSTREGULATION IM WANDEL DER ZEIT
Auf Input (Modul 1) und Output (Modul 2) folgt immer eine innere Antwort des Organismus. Genau hier setzt dieses Modul an: bei der Interozeption – und damit eng verbunden bei der Homöostase, also der Fähigkeit des Nervensystems, innere Zustände im Verhältnis zum aktuellen Leistungsanspruch zu prüfen, zu bewerten und zu regulieren.
Im Fokus stehen u. a. Atemfrequenz, Hormonlage und Neurotransmitterlage sowie die Frage, welche Reize welche innere Situation auslösen.
Du lernst, welche Netzwerke vor Überlastung schützen, Leistungsfähigkeit steuern und wie diese kortikal, subkortikal und insbesondere limbisch zusammenwirken.
In der Praxis arbeiten wir gezielt mit dem vegetativen Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) und zeigen, wie sich über Verhaltensänderungen autonome Reaktionen beruhigen und die Aufnahme von Sinneseindrücken sowie kommunikativen Aspekten – auch in komplexeren Fällen – wieder positiv beeinflussen lässt.
Fachlich verknüpft das Modul die noch junge Neuroplazentologie mit der bekannteren Neurophysiologie der Homöostase und verbindet die Inhalte aus Modul 1 und 2 zu einer klaren, strukturierten Praxis.
Nach der Ausbildung weißt du:
So entsteht ein umfassender Wissenspool über die Funktionsweise des Nervensystems – und eine strukturierte Methode,
um Symptome bei Patient:innen oder technische Fehler im Sport präzise zu bewerten und praktisch aufzuarbeiten.
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MODUL 1:
wie du Sinneswahrnehmung gezielt optimierst und Bottom-up in die Praxis überträgst -
Modul 2:
wie du Sinneswahrnehmung gezielt optimierst und Bottom-up in die Praxis überträgst -
Modul 3:
und wie du interozeptive sowie homöostatische Prozesse verstehst, vegetative Reaktionen
regulierst und in Therapie- und Trainingsprozessen wirksam nutzt Sitz-Stand-Transfer)
Wenn wir dein Interesse geweckt haben, melde dich gerne für die Module [hier dann direkter Link zu Buchungsseite] an:
Modul 1 ist bereits verfügbar,
Modul 2 folgt Ende 2026.
Wir würden uns freuen, dich in der Ausbildung zu begleiten – für deine berufliche oder private Weiterentwicklung
und auf Wunsch bis zur Zertifizierung als Cranialetics Coach.
Wenn du Fragen hast, schreib uns gern per E-Mail
oder auf Instagram.